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Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung: Welche Wege es gibt – und wo die Grenzen liegen

Ab der siebten Krankheitswoche zahlt die Krankenkasse Krankengeld – meist deutlich weniger als das bisherige Netto. Eine private Krankentagegeldversicherung schließt diese Lücke, verlangt aber in der Regel eine Gesundheitsprüfung. Mit Vorerkrankung ist das eine Hürde. Hier lesen Sie, welche Wege ohne Gesundheitsprüfung tatsächlich offenstehen, was sie leisten und wo ihre Grenzen liegen.

Redaktion PKV-trotz-Vorerkrankung.de Aktualisiert am 22. Oktober 2026 8 Min. Lesezeit
Inhalt (9 Abschnitte)
  1. Warum Krankentagegeld bei Vorerkrankung oft an der Gesundheitsprüfung hängt
  2. Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung: die Wege im Überblick
  3. Kleintarife: Was Krankentagegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen leisten
  4. Wo die Grenzen liegen: Höhe, Zielgruppe, Ausschlüsse
  5. Wann zahlt eine Krankentagegeldversicherung nicht?
  6. Krankentagegeld erhöhen ohne neue Gesundheitsprüfung: das Optionsrecht
  7. Gruppenverträge und GKV-Wahltarif: zwei weitere Wege
  8. Volles Krankentagegeld trotz Vorerkrankung: der Weg über die Risikovoranfrage
  9. Für wen welcher Weg passt
Das Wichtigste in Kürze
  • Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung gibt es vor allem als Kleintarif für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer: meist 5 bis 20 €, bei einzelnen Anbietern bis 30 € pro Tag, Leistung ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit (Versichererangaben, abgerufen 22.10.2026).
  • Fast immer gilt eine Wartezeit von drei Monaten (entfällt bei Unfall); manche Tarife schließen Erkrankungen aus, die kurz vor Vertragsschluss bestanden, oder begrenzen die Leistung im ersten Jahr.
  • Für Selbstständige und Privatversicherte bieten die bekannten Kleintarife keinen Weg ohne Gesundheitsprüfung; Selbstständige in der GKV erhalten Krankengeld aber per Wahlerklärung oder Wahltarif – die Prämie des Wahltarifs ist unabhängig vom Krankheitsrisiko (§ 53 Abs. 6 SGB V).
  • Wer schon ein Krankentagegeld hat, kann es nach vielen Tarifbedingungen bei steigendem Einkommen ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen (Optionsrecht, Fristen beachten).
  • Für ein Tagegeld in voller Höhe führt der Weg über die Gesundheitsprüfung – mit Vorerkrankung am besten vorbereitet über eine anonyme Risikovoranfrage.

Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung gibt es – vor allem als Kleintarif für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer: meist 5 bis 20 €, bei einzelnen Anbietern bis 30 € pro Tag, Leistung ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit, mit drei Monaten Wartezeit und teils Ausschlüssen für Erkrankungen kurz vor Vertragsschluss (Versichererangaben, Stand Oktober 2026). Weitere Wege sind Optionsrechte in bestehenden Verträgen, Gruppenverträge über den Arbeitgeber und für Selbstständige der GKV-Wahltarif. Ein Tagegeld in voller Höhe gibt es dagegen fast nur mit Gesundheitsprüfung.

Keine Gesundheitsfragen an Sie: Diese Seite erklärt die Wege allgemein. Wir fragen online nie nach Ihrer Gesundheit. Welche Lösung zu Ihnen passt, klärt auf Wunsch ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk – Gesundheitsangaben erst dort und nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung.

Warum Krankentagegeld bei Vorerkrankung oft an der Gesundheitsprüfung hängt

Arbeitnehmer erhalten bei Arbeitsunfähigkeit zunächst sechs Wochen lang ihr Gehalt weiter (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz, EFZG). Danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld: 70 % des Bruttos, höchstens 90 % des Nettos (§ 47 SGB V), für dieselbe Krankheit höchstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren (§ 48 SGB V). Während der Lohnfortzahlung ruht das Krankengeld (§ 49 SGB V). Weil das Krankengeld nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berechnet wird, liegt es 2026 bei höchstens 135,63 € pro Tag (eigene Berechnung: 70 % × 5.812,50 € ÷ 30). Für 2027 ergibt sich rechnerisch 148,75 € – auf Basis der Beitragsbemessungsgrenze laut Kabinettsbeschluss vom 07.10.2026, Zustimmung des Bundesrats ausstehend.

Die Lücke zum bisherigen Netto schließt eine private Krankentagegeldversicherung (Krankentagegeld – ein fester Betrag pro Tag der Arbeitsunfähigkeit). Für Versicherer ist sie ein besonders sensibles Produkt: Wer häufig oder lange krankgeschrieben ist, verursacht hohe Kosten. Deshalb prüfen sie bei normalen Tarifen genau, und gerade bei psychischen Vorgeschichten, Rückenleiden oder chronischen Erkrankungen kommt es zu Ausschlüssen oder Ablehnungen. Wer mit Vorerkrankung absichern möchte, sucht deshalb nach dem Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung – und findet eine Handvoll Wege, jeder mit eigenen Grenzen.

Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung: die Wege im Überblick

1 · Kleintarife ohne Gesundheitsfragen

Für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer mit Lohnfortzahlung: kleine Tagessätze, keine Gesundheitsfragen, dafür Wartezeit und teils Ausschlüsse für kürzlich bestehende Erkrankungen.

2 · Optionsrecht im bestehenden Vertrag

Wer schon ein Krankentagegeld hat, kann es nach vielen Tarifbedingungen bei steigendem Einkommen ohne neue Prüfung erhöhen – innerhalb einer Frist.

3 · Gruppenvertrag über den Arbeitgeber

In der betrieblichen Krankenversicherung können Versicherer auf Gesundheitsprüfungen verzichten (PKV-Verband). Ob ein Tagegeld-Baustein dabei ist, regelt der Gruppenvertrag.

4 · GKV-Krankengeld für Selbstständige

Per Wahlerklärung ab der siebten Woche oder per Wahltarif der Kasse – die Prämie des Wahltarifs hängt nicht vom Krankheitsrisiko ab (§ 53 Abs. 6 SGB V).

Ein fünfter Weg ist kein Weg „ohne“ Prüfung, aber oft der wirksamste: die anonyme Risikovoranfrage. Sie zeigt vorab, welcher Versicherer ein höheres Tagegeld trotz Vorerkrankung annimmt – etwa mit einem Ausschluss für eine bestimmte Erkrankung statt einer Ablehnung.

Kleintarife: Was Krankentagegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen leisten

Mehrere Versicherer bieten Tarife an, die ganz ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Sie richten sich an gesetzlich versicherte Arbeitnehmer mit Anspruch auf Lohnfortzahlung und ergänzen das Krankengeld ab dem 43. Tag. Die folgende Übersicht zeigt Beispiele aus den Angaben der Versicherer – ohne Wertung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Quellen: Angaben der Versicherer auf ihren Websites (AXA, HanseMerkur, Münchener Verein), abgerufen 22.10.2026; Höchstbetrag AXA laut cash-online 14.09.2023. Auswahl, keine Empfehlung, kein Angebot; maßgeblich sind die aktuellen Tarifbedingungen.
BeispielTagegeld ohne GesundheitsprüfungWartezeitBesonderheiten laut Anbieter
AXA „Krankengeld easy“bis 30 € (5-€-Stufen)3 Monate, entfällt bei UnfallMonate 4–12: Leistung auf insgesamt 60 Tage begrenzt; keine Leistung für bestehende Arbeitsunfähigkeit und für Krankheiten, die in den 6 Monaten vor Antrag bestanden; monatlich kündbar
HanseMerkur Tarif KTS5, 10, 15 oder 20 €3 Monate, entfällt bei Unfallfür gesetzlich versicherte Arbeitnehmer und Auszubildende; Krankengeld und Tagegeld zusammen höchstens das Nettoeinkommen
Münchener Verein Tarif 380bis 20 €3 Monate, entfällt bei Unfallhöhere Tagessätze mit Gesundheitsprüfung; ausgeschlossen u. a. Kuren und Suchtbehandlung
Gemeinsammeist 5–20 €, einzeln bis 30 €meist 3 MonateLeistung ab dem 43. Tag, nur GKV-Arbeitnehmer, Ausschlüsse für kurz zuvor bestehende Erkrankungen möglich

Ein Makler-Ratgeber beschreibt bei einem Tarif zusätzlich einen befristeten Ausschluss: keine Leistung für Erkrankungen, die in den zwölf Monaten vor Vertragsschluss behandelt wurden oder in den drei Jahren davor zu mehr als 21 Tagen Arbeitsunfähigkeit führten – begrenzt auf die ersten 24 Monate (versicherungenmitkopf.de, 11.09.2026). Solche Klauseln sind der Preis für den Verzicht auf Gesundheitsfragen: Der Versicherer prüft nicht vorab, schützt sich aber gegen Erkrankungen, die beim Abschluss schon absehbar waren.

Was das für Sie heißt: Für eine Vorerkrankung, die länger zurückliegt, kann ein solcher Tarif ab dem ersten Tag nach der Wartezeit voll leisten. Für eine Erkrankung, die gerade erst behandelt wurde, greift oft erst nach Ablauf der Ausschlussfrist ein Schutz. Lesen Sie die Klausel zu „bestehenden“ oder „bekannten“ Erkrankungen deshalb zuerst.

Wo die Grenzen liegen: Höhe, Zielgruppe, Ausschlüsse

Das leisten Kleintarife

  • Abschluss ohne Gesundheitsfragen – auch mit Vorerkrankung
  • planbarer Zuschuss: 20 € pro Tag sind rund 600 € im Monat zusätzlich zum Krankengeld
  • kleiner Beitrag, teils monatlich kündbar
  • bei Unfall meist ohne Wartezeit

Das sollten Sie prüfen

  • Höhe: 20 bis 30 € pro Tag schließen bei mittleren und höheren Einkommen nur einen Teil der Lücke
  • Zielgruppe: nur gesetzlich versicherte Arbeitnehmer; Selbstständige und Privatversicherte sind laut Anbietern ausgeschlossen
  • Ausschlüsse: Erkrankungen kurz vor Vertragsschluss und bestehende Arbeitsunfähigkeit sind oft nicht versichert
  • Netto-Grenze: Krankengeld plus Tagegeld dürfen Ihr Nettoeinkommen nicht übersteigen

Wichtig für Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze: Solange Sie freiwillig gesetzlich versichert sind, haben Sie Krankengeld und können einen Kleintarif ergänzen. Wechseln Sie in die PKV, brauchen Sie ein privates Krankentagegeld im Paket mit der Vollversicherung – und dafür gilt die Gesundheitsprüfung. Wie Sie den Wechsel mit Vorerkrankung angehen, zeigt der kostenlose Annahme-Check.

Wann zahlt eine Krankentagegeldversicherung nicht?

Diese Frage stellen viele vor dem Abschluss – zu Recht. Die Musterbedingungen des PKV-Verbands (MB/KT 2009) und die Tarifbedingungen nennen typische Fälle, in denen kein Tagegeld fließt:

  • Keine volle Arbeitsunfähigkeit: Versichert ist, wer seine berufliche Tätigkeit „in keiner Weise“ ausüben kann, sie auch nicht ausübt und keiner anderen Erwerbstätigkeit nachgeht (§ 1 Abs. 3 MB/KT).
  • Berufsunfähigkeit: Wer im bisherigen Beruf auf nicht absehbare Zeit zu mehr als 50 % erwerbsunfähig ist, gilt als berufsunfähig – dann endet das Krankentagegeld (§ 15 MB/KT). Dafür gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung.
  • Wartezeit: In den ersten drei Monaten zahlen die meisten Tarife nur bei Unfällen.
  • Ausgeschlossene Ursachen: zum Beispiel vorsätzlich herbeigeführte Erkrankungen, Suchtbehandlungen, Kuren und Sanatoriumsaufenthalte (je nach Tarif).
  • Vorher bestehende Erkrankungen: Arbeitsunfähigkeit, die beim Abschluss schon bestand, und je nach Tarif Erkrankungen kurz vor Vertragsschluss.
  • Überversicherung: Übersteigen alle Kranken- und Tagegelder zusammen das Nettoeinkommen, wird gekürzt (§ 4 Abs. 2 MB/KT).

Auch ohne Gesundheitsfragen ehrlich bleiben: Fragt ein Tarif doch etwas ab – etwa eine vereinfachte Erklärung zu den letzten zwölf Monaten –, gilt die Anzeigepflicht für genau diese Fragen (§ 19 VVG). Was im Antrag als Vorerkrankung zählt, erklärt der Ratgeber Was zählt als Vorerkrankung?

Krankentagegeld erhöhen ohne neue Gesundheitsprüfung: das Optionsrecht

Der unterschätzte Weg führt über einen Vertrag, den Sie schon haben. Viele Krankentagegeld-Tarife enthalten ein Optionsrecht, oft „Karriereklausel“ genannt: Steigt Ihr Einkommen, dürfen Sie das Tagegeld anpassen, ohne erneut Gesundheitsfragen zu beantworten. Die Erhöhung läuft nicht automatisch – Sie müssen sie selbst beantragen, meist mit Gehaltsnachweis oder neuem Arbeitsvertrag, und innerhalb einer Frist von wenigen Monaten nach der Einkommenssteigerung (kvoptimal.de, 06.05.2026). Wer die Frist verpasst, muss in der Regel neu geprüft werden.

Daraus folgt eine einfache Regel: Ein Krankentagegeld lohnt sich früh – solange die Gesundheitsprüfung noch leicht fällt. Später wächst es über das Optionsrecht mit, auch wenn inzwischen eine Erkrankung dazugekommen ist. Bestehende Zuschläge oder Ausschlüsse übertragen manche Tarife auf den Erhöhungsbetrag; die genaue Regel steht in Ihren Bedingungen.

Gruppenverträge und GKV-Wahltarif: zwei weitere Wege

Über den Arbeitgeber

In der betrieblichen Krankenversicherung schließt der Arbeitgeber einen Gruppenvertrag ab, und Versicherer können dabei auf Gesundheitsprüfungen verzichten (PKV-Verband). Meist geht es um Bausteine wie Zahn, Vorsorge oder Krankenhaus. Ob Ihr Arbeitgeber auch ein Tagegeld versichert hat, steht in den Bedingungen des Gruppenvertrags – fragen Sie in der Personalabteilung nach. Mehr dazu im Ratgeber betriebliche Krankenversicherung bei Vorerkrankung und bei Gruppenverträgen ohne Gesundheitsprüfung.

Für Selbstständige in der GKV

Hauptberuflich Selbstständige haben in der GKV zunächst keinen Anspruch auf Krankengeld. Mit einer Wahlerklärung entsteht er ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit (§ 44 Abs. 2, § 46 SGB V). Zusätzlich muss jede Kasse Wahltarife anbieten, die das Krankengeld früher beginnen lassen; deren Prämie ist unabhängig von Alter, Geschlecht und Krankheitsrisiko (§ 53 Abs. 6 SGB V). Beides bindet drei Jahre. Für Selbstständige mit Vorerkrankung ist das oft der einzige Weg zu einer Absicherung ohne Gesundheitsprüfung. Wie Wahltarif und privates Tagegeld im Vergleich abschneiden, zeigt der Ratgeber GKV-Wahltarif oder privates Krankentagegeld.

Volles Krankentagegeld trotz Vorerkrankung: der Weg über die Risikovoranfrage

Ein Tagegeld, das Ihr Netto wirklich absichert, gibt es fast nur mit Gesundheitsprüfung. Das ist kein Grund aufzugeben: Versicherer bewerten dieselbe Vorgeschichte unterschiedlich. Häufig ist statt einer Ablehnung ein Leistungsausschluss für eine bestimmte Erkrankung oder ein Risikozuschlag möglich (§ 203 Abs. 1 VVG). Ein Ausschluss für eine abgeschlossene Erkrankung kann für das Tagegeld die bessere Lösung sein als gar kein Schutz.

Bedarf klären

Netto, Fixkosten und Krankengeld gegenüberstellen: Wie groß ist die Lücke ab dem 43. Tag?

Unterlagen sammeln

Behandlungsakte und Leistungsauszug der Krankenkasse zeigen, was dokumentiert ist – die Grundlage für vollständige Angaben.

Anonym anfragen

Ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk fragt ohne Namen bei mehreren Versicherern an, oft zusammen mit der Vollversicherung.

Kombinieren

Passt kein volles Tagegeld, kann ein Kleintarif ohne Gesundheitsfragen die Zeit überbrücken – bis ein neuer Anlauf möglich ist.

Auch für andere Zusatzbausteine gilt dieses Vorgehen; einen Überblick gibt der Ratgeber Zusatzversicherung mit Vorerkrankung. Welche Wege in die private Vollversicherung es ohne Ablehnungsrisiko gibt, lesen Sie unter PKV ohne Gesundheitsprüfung.

Für wen welcher Weg passt

Eigene Zusammenstellung nach SGB V, MB/KT 2009 und Versichererangaben, Stand 22.10.2026. Allgemeine Orientierung, keine Beratung.
Ihre SituationWeg ohne GesundheitsprüfungFür mehr Absicherung
Arbeitnehmer, gesetzlich versichertKleintarif (meist bis 20 €, einzeln bis 30 € pro Tag); ggf. Gruppenvertrag des ArbeitgebersTagegeld mit Gesundheitsprüfung über anonyme Risikovoranfrage
Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze, Wechsel in die PKV geplantbis zum Wechsel: Kleintarif zum KrankengeldKrankentagegeld im Paket mit der PKV – Voranfrage für beides
Selbstständige in der GKVWahlerklärung (ab 7. Woche) oder Wahltarif, Prämie unabhängig vom Krankheitsrisikoprivates Tagegeld mit Gesundheitsprüfung
Bereits privat versichertOptionsrecht im bestehenden Tagegeld nutzenErhöhung über Gesundheitsprüfung oder Voranfrage

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Häufige Fragen

Welche Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen ist die beste?

Eine pauschal beste gibt es nicht – die Angebote unterscheiden sich bei Höchstbetrag (meist 20 €, einzelne bis 30 € pro Tag), Ausschlüssen für Erkrankungen kurz vor Vertragsschluss, Leistungsbegrenzungen im ersten Jahr und Kündigungsregeln. Vergleichen Sie diese Punkte in den Tarifbedingungen. Reicht der Betrag nicht, prüft ein spezialisierter Partner-Experte über eine anonyme Risikovoranfrage, welches höhere Tagegeld mit Gesundheitsprüfung möglich ist.

Wann zahlt eine Krankentagegeldversicherung nicht?

Typische Fälle: während der Wartezeit (meist drei Monate, außer bei Unfall), wenn Sie nur teilweise arbeitsunfähig sind, bei Berufsunfähigkeit (dann endet der Vertrag, § 15 MB/KT), bei vertraglich ausgeschlossenen Ursachen wie Vorsatz oder Suchtbehandlung und bei Arbeitsunfähigkeit, die schon vor Vertragsschluss bestand. Bei Tarifen ohne Gesundheitsprüfung kommen oft Ausschlüsse für Erkrankungen hinzu, die kurz vor dem Antrag bestanden.

Gibt es ein Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung für Selbstständige?

Die bekannten Kleintarife ohne Gesundheitsfragen richten sich an gesetzlich versicherte Arbeitnehmer mit Lohnfortzahlung. Selbstständige in der GKV können aber Krankengeld per Wahlerklärung ab der siebten Woche wählen oder einen Wahltarif ihrer Kasse nutzen, dessen Prämie nicht vom Krankheitsrisiko abhängt (§ 44 Abs. 2, § 53 Abs. 6 SGB V). Für ein privates Krankentagegeld in voller Höhe ist eine Gesundheitsprüfung üblich.

Gibt es eine Krankenhaustagegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen?

Ja, solche Angebote gibt es. Ein Krankenhaustagegeld zahlt aber nur für Tage im Krankenhaus – nicht bei Arbeitsunfähigkeit zu Hause. Es ersetzt deshalb kein Krankentagegeld, das den Verdienstausfall absichert.

Kann ich mein Krankentagegeld ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen?

Oft ja, wenn Ihr Tarif ein Optionsrecht (häufig „Karriereklausel“) enthält: Steigt Ihr Einkommen, können Sie das Tagegeld innerhalb einer Frist ohne neue Gesundheitsprüfung anpassen, meist mit Einkommensnachweis. Frist und Anlässe regeln die Tarifbedingungen – wer die Frist verpasst, muss in der Regel erneut Gesundheitsfragen beantworten.

Lohnt sich ein Krankentagegeld von 20 € am Tag?

Es kann eine Lücke teilweise schließen: 20 € pro Tag sind rund 600 € im Monat zusätzlich zum Krankengeld. Ob das reicht, hängt von Ihrem Netto und Ihren Fixkosten ab. Krankengeld und Krankentagegeld zusammen dürfen Ihr Nettoeinkommen nicht übersteigen.

Quellen

  1. AXA: Krankengeld easy (Wartezeit 3 Monate, Leistung in Monat 4–12 auf 60 Tage begrenzt, ab 43. Tag, nur gesetzlich versicherte Arbeitnehmer – Versichererangabe) – abgerufen 22.10.2026
  2. HanseMerkur: Krankentagegeldversicherung, Tarif KTS „Verdienstausfall Premium“ (ohne Gesundheitsprüfung, 5/10/15/20 € – Versichererangabe) – abgerufen 22.10.2026
  3. Münchener Verein: Krankentagegeld, Tarif 380 (ohne Gesundheitsprüfung bis 20 €/Tag – Versichererangabe) – abgerufen 22.10.2026
  4. cash-online: Neuer Krankentagegeld-Tarif von AXA (bis 30 € pro Tag, 5-€-Stufen, monatlich kündbar) – 14.09.2023
  5. versicherungenmitkopf.de: Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung (Marktübersicht, Ausschlüsse 12/24 Monate – Sekundärquelle, Makler) – aktualisiert 11.09.2026
  6. kvoptimal.de: Karriereklausel beim Krankentagegeld nutzen (Sekundärquelle, Makler) – 06.05.2026
  7. PKV-Verband: Musterbedingungen Krankentagegeld MB/KT 2009 – Stand 06/2024
  8. § 3 EFZG – Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (sechs Wochen)
  9. § 44 SGB V – Krankengeld, Wahlerklärung Selbstständiger
  10. § 47 SGB V – Höhe des Krankengeldes
  11. § 48 SGB V – Dauer des Krankengeldes
  12. § 49 SGB V – Ruhen des Krankengeldes
  13. § 53 SGB V – Wahltarife (Abs. 6: Krankengeld, Prämie unabhängig vom Krankheitsrisiko)
  14. PKV-Verband: Betriebliche Krankenversicherung (Verzicht auf Gesundheitsprüfungen möglich) – abgerufen 18.10.2026
Redaktion PKV-trotz-Vorerkrankung.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der privaten Krankenversicherung mit Vorerkrankungen (Stand: 22. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Gesundheitliche Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Erfahrungswerte, keine Prognose und keine ärztliche Beratung; über Annahme, Zuschlag oder Ausschluss entscheidet allein der Versicherer. Herausgeber: PKV-trotz-Vorerkrankung.de. PKV-trotz-Vorerkrankung.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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